1300 Jahre

Weinort Kowerich 704-2004

Grußwort zum Festjahr


Veranstaltungen zur 1300 Jahr Feier

Samstag/Sonntag
22.05.-23.05.
1300 Jahr Feier im Festzelt
beim Jugendheim Köwerich
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Sonntag
25.07.
Historisches Dorf in
Köwerich
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Sonntag
29.08. 18.00 Uhr
Lesung von Rosa Jakoby
im Jugendheim Köwerich
Freitag
17.09. 19.00 Uhr
Symposium zu unserem
Ehrenbürger Dr. Paul Jostock
im Jugendheim Köwerich
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Sonntag
10.10. 18.00 Uhr
Beethovenkonzert
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Sonntag
07.11. 17.00 Uhr
Führung durch die
Dorfkirche Köwerich
Sonntag
12.12. 19.00 Uhr
Abschlußfeier im Jugendheim
Köwerich
Dorfabend: "Kewiar Geschichten"
Ein bunter Streifzug durch 250
Jahre Ortsgeschichte
(von Heinz Jostock)
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Liebe Köwericher, liebe Gäste!

Wir feiern Geburtstag. Ein ganz besonderes Jahr begehen wir nun. Unser Wein- und Ferienort wird 1300 Jahre alt. Solch ein Geburtstag will ausgiebig und festlich begangen sein. Deshalb haben wir uns entschieden, ganzjährig zu feiern. Vom Januar bis zum Dezember 2004. Das umfangreiche Programm ist hier aufgeführt.

Unsere Geschichte beginnt schon im 7.Jahrhundert. Im Jahre 704 schenkte Irmina von Öhren Weinberge an die Abtei Echternach, im heutigen Luxemburg. Diese Erwähnung ist die Grundlage und der Beweis für die sehr frühe Ansiedlung unseres Ortes am Moselufer und die Voraussetzung für unsere diesjährigen Feierlichkeiten.

Der Wein prägt auch heute unseren Ort und die Landschaft. In der bekannten, aus Schieferverwitterungsboden bestehenden Südlage "Köwericher Laurentiuslay", wachsen Rieslingweine von höchster Qualität. Kein Wunder, denn vor 1300 Jahren hat man schon gewußt wo die besten Weinlagen sind.

Die Höhepunkte des Jubiläumsjahres sind am 22/23. Mai und am 25. Juli. Am 22. und 23. Mai feiern wir unser Jubiläum im Festzelt. In historischen Gewändern wird die szenische Überreichung der Gründungsurkunde dargestellt. Beide Festtage sind weiterhin gefüllt mit einem umfangreichen und anspruchsvollem Rahmenprogramm. Am 25. Juli ist unser ganzer Ort aktiv. In der Ortsmitte, rund um unsere Kirche erstellen wir ein historisches Dorf. Es werden eine Vielzahl von alten Handwerkstraditionen in entsprechender Kleidung zu bewundern sein.

Eine große Auswahl historischer Speisen und Getränke werden jeden Gaumen verwöhnen. Auch für unserer Urlaubsgäste lohnt sich ganzjährig ein Aufenthalt in unserem idyllischen Weinort. Eine Reihe von Winzerhöfen, Gaststätten und Hotels laden zum Verweilen ein.

Kommen Sie nach Köwerich und feiern Sie mit uns unser 1300 jähriges Jubiläum.

Ihr Ortsbürgermeister Robert Linden

Bilder zur 1300 Jahr Feier am 22/23.05.04

Hauptgewinner des Malwettbewerbs zum Thema 1300-Jahre

Historie

Köwerich zählt zu den uralten Weinorten an der Mosel, deren Siedlungskontinuität durch archäologische Bodenfunde und frühmittelalterliche Quellen belegt ist.

Im Jahre 704 schenkte Irmina von Öhren, Äbtissin des nach ihr benannten Frauenklosters St. Irminen in Trier, dem Missionsbischof und Echternacher Klostergründer Willibrord, ererbte Besitzanteile in villa Cabriaco sowie Irminas Nachfolgerin Im Jahre 710 zwei Weinberge in monte Cabracense super Moselle. Die Urkunde dieser Schenkungen, dem Codex aureus Epternaciensis, wird verwahrt in der Forschungsbibliothek Gotha. Die durch diese Besitzschenkungen entstandene enge Verbindung zur Abtei Echternach wurde erst durch den Verkauf des Echternacher Hofes im Zuge der Säkularisation 1805 gelöst.

Faksimile der Ersterwähnung 704 und 710

Codex aureus Epternaciensis

Forschungsbibliothek Gotha Handschriftensammlung Memb. I 71, Blatt 32r Erwähnung 704

Anno X Childeberti Ymena, Deo sacrata, et Attala atque Crodelindis, filie ipsius, dederunt viro Dei sancto Willibrordo portionem suam in Villa Cabriaco et in villa Bedelinga, que eis a parentibus suis provenit.

Im 10. Regierungsjahr des Childebert gaben die Gott geweihte Ymena und Attala sowie Crodelindis, ihre Tochter, dem Gottesmann dem Heiligen Willibrord ihren Anteil an dem Dorf Köwerich und dem Dorf Bedelingen, das ihnen von ihren Eltern vererbt wurde.
   

Forschungsbibliothek Gotha
Handschriftensammlung Memb. I 71, Blatt 35r
Erwähnung 710

Eodem anno XVI Childebertis regis sanctus Willibrordus et domna Anastasia, abbatissa puellarum in Horreo, fecerunt inter se commutacionem vinearum, et dedit domnus Willibrordus domne Anastasie vinee petituras duas in monte Paginse super flumen Rheni cum vinitore et omni peculio suo, que sibi illustris femina dederat Irmintrudis, filia Pantini quondam, et recipit ab ea alias petitu­ras duas in monte Cabracense super Moselle cum vinitore et omni peculio suo.

Im gleichen 16. Regierungsjahr des Königs Childebert tauschten der Heilige Willibrord und die Herrin Anastasia, Äbtissin des Frauenklosters St. Irminen Weinberge und zwar gab Herr Willibrord der Herrin Anastasia zwei Parzellen Weinberge auf dem Berg Bingen oberhalb des Rheins mit dem Weingärtner und all seinem Besitz, den ihm die edle Frau Irmintrud, die Tochter eines Pantinus gegeben hatte, und er erhielt von ihr andere zwei Parzellen auf dem Berg Köwerich oberhalb der Mosel mit dem Weingärtner und all seinem Besitz.

Entwurf, Umschreibung und Übersetzung: Dittmar Lauer